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Besucher seit 01.04.2001 Keine Infektionsketten im Justizvollzug entstehen lassen Bereits wenige Infizierte können in einer Zwangsgemeinschaft, wie es jedes Gefängnis darstellt, eine  Kettenreaktion mit unkalkulierbaren Folgen auslösen.  Dazu darf es nicht kommen und deshalb fordert der BSBD Brandenburg, dass auch allen, in  diesem Bereich der kritischen Infrastruktur tätigen Beschäftigten, die Möglichkeit eröffnet wird, sich  testen zu lassen. Die Funktionsfähigkeit des Strafvollzugs muss dauerhaft sichergestellt werden und  allein deshalb müssen Infektionen konsequent verhindert werden.   Selbstauskünfte und Fiebermessen bei der Aufnahme von Gefangenen sind Maßnahmen, auf die wir  uns zum Schutz aller Beschäftigten allein nicht verlassen können, da es bei Gefangenen  erfahrungsgemäß  vorkommen kann, dass sie wissentlich falsche Auskunft geben.  Es könnte aber auch sein, dass Gefangene vor ihrer Aufnahme völlig unwissentlich während der  Inkubationszeit mit einem Infizierten in Berührung gekommen sind.  Zum Schutz aller Beschäftigten und zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung in jeder  Justizvollzugseinrichtung des Landes müssen solche Risiken unbedingt vermieden werden.  Hier appelliert der BSBD Brandenburg an die Führsorgepflicht des Dienstherrn. Andernfalls kann  das Vertrauen in diese auch sehr erschüttert werden.   Alle Bediensteten des Justizvollzugs dürfen bestmöglichen Schutz erwarten, damit sie ihren  schweren Dienst möglichst belastungsfrei versehen können. Die Verfügbarkeit von Schutzkleidung  und Desinfektionsmitteln zählt der BSBD Brandenburg dabei als eine Grundvoraussetzung, die  leider im Moment nicht gegeben ist!  Deshalb fordert der BSBD Brandenburg, dass die Beschaffung aller erforderlichen Schutzmittel  zentral durch die oberste Dienstbehörde - das Ministerium der Justiz - mit entsprechendem  Nachdruck erfolgt und die Justizvollzugsanstalten mit dieser Aufgabe nicht alleine lässt.  Es kann nicht sein, dass immer von einer ernsten Lage gesprochen wird und alle Bereiche die im  Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgabenerfüllung unter dem geforderten Mindestabstand tätig sind, sich  nicht in ihrer eigenen Gesundheit ausreichend schützen können und ggf. selbst erkranken.  Wenn die Funktionsfähigkeit einer Justizvollzugsanstalt zur Disposition steht, dass möchte sich kein  Beteiligter nur ansatzweise ausmalen.  D. Kleemann Landesvorsitzende