Geschäftstelle: Grüne Aue 19a, 14776 Brandenburg an der Havel Tel. und Fax: 03381 / 660324 Geschäftsstelle: bsbdbrb@t-online.de BSBD Brandenburg in vielen politischen Gesprächen Der „Segen“ der Hebung des Eingangsamtes findet wie schon mehrfach ausgeführt findet  verständlicherweise nicht nur Zuspruch. So sind viele Aspekte zu betrachten, welche in der Summe eine  kurzfristige Reaktion der Landesregierung als auch des Gesetzgebers dringend erforderlich machen.  Kolleginnen und Kollegen der JVA Brandenburg an der Havel haben sehr eindrücklich und sachlich in  einem Brief an den Minister für Justiz und Europaangelegenheiten und Verbraucherschutz, Stefan Ludwig  (Die Linke) ihre Befindlichkeiten zu Papier gebracht.   Der BSBD Brandenburg ist auf die Antwort sehr gespannt. Geht es doch um die Anerkennung von  bisher erbrachten Leistungen im dienstlichen Leben sowie um die Bereitschaft Verantwortung für  Aufgaben zu übernehmen. Denn oftmals war eine Beförderung in das, nun muss man ja sagen 1.  Beförderungsamt, A8 mit einer neuen Aufgabe und damit verbunden auch mit mehr Verantwortung  verbunden. Das wird mit einem Federstrich nun dem Eingangsamt gleichgesetzt. Wir wollen nicht falsch  verstanden werden, aber eine vernünftige Personalentwicklung mit einer persönlichen Karriereplanung  sieht anders aus. Auch ist es sehr bedenklich, wenn nicht gar diskriminierend, dass ein Dienstanfänger in einem höheren  Amt seine Laufbahn beginnt, als noch in 2018 langjährige Bedienstete in den Ruhestand verabschiedet  wurden.  Ein weiterer wesentliche Aspekt findet bei der Maßnahme keine Berücksichtigung und stellt nach Ansicht  des BSBD Brandenburg ebenfalls eine Diskriminierung dar. Kolleginnen und Kollegen des gehobenen  Vollzugs- und Verwaltungsdienstes beginnen ihre Laufbahn im Eingangsamt A9gD und haben dafür ein  dreijähriges Studium an der Fachhochschule Bad Münstereifel erfolgreich absolviert. Ganz zu schweigen  von den Kolleginnen und Kollegen der besonderen Fachdienste, wie den Sozialarbeiterinnen und  Sozialarbeitern im Justizvollzug.  Der mittlere Verwaltungsdienst in den Justizvollzugsanstalten ist ebenfalls nicht berücksichtigt, stellt er  doch das wesentliche Bindeglied zum Funktionieren einer Justizvollzugsanstalt dar. Alle Dienstbereiche  sind also von diesem „Segen“ in der einen oder anderen Art und Weise betroffen.  Das es anders geht, wird bei der Überführung des Justizwachtmeisterdienstes vom einfachen Dienst in  den mittleren Dienst vorgemacht.  Gespräche mit Mitgliedern des Brandenburgischen Landtages, vor allem im Rechtsausschuss, und dem  Minister könnten vielleicht ein Umdenken zumindest in naher Zukunft herbeiführen. Wir sind bereit und  erwarten die gleiche Bereitschaft von den Verantwortlichen für den Brandenburgischen Justizvollzug und  einen attraktiven Öffentlichen Dienst. Denn leistungsbereiter Nachwuchs wird gebraucht, und das sehr  bald!  Der BSBD Brandenburg erwartet hier zügiges Handeln von den Verantwortungsträgern im Land als  echten Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Dienstes. Denn nicht alle Bediensteten des  Landes sind Lehrer oder Polizisten. Zu einem gesunden und funktionierenden Öffentlichen Dienst  gehören viel mehr, aber vor allem auch Wertschätzung, Anerkennung und eine verständliche und  handhabbare Besoldungs- und Laufbahnstruktur.  Rainer Krone (Landesvorsitzender) 
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