Geschäftstelle: Grüne Aue 19a, 14776 Brandenburg an der Havel Tel. und Fax: 03381 / 660324 Geschäftsstelle: bsbdbrb@t-online.de Justizminister a.D. Volkmar Schöneburg (Die Linke) bestätigt ständige  Warnungen des BSBD Brandenburg! Die Erkenntnisse kommen spät, aber hoffentlich nicht zu spät. Der Justizvollzug gehört endlich in den Fokus der Politik und darf nicht länger Spielball  der politischen Interessen der Koalition sein.   Er ist ein immanenter Bestandteil der inneren Sicherheit und seine Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter haben somit den Anspruch auf die gleiche Achtung und Wahrnehmung  wie die Polizei im Land. Das modernste Justizvollzugsgesetz droht sich an mangelhafter Personalausstattung  und Umsetzungswille totzulaufen.  Diese Koalition und insbesondere deren Koalitionsmehrheit im Landtag haben hat eine  politische Verantwortung. Es lassen sich nicht alle Versäumnisse nur  Vorgängerkoalitionen schieben, denn ein Koalitionspartner war immer dabei und hat  Vieles mit zu verantworten.  Der Druck auf die Justizvollzugsbediensteten darf nicht weiter steigen, die  Personalausfälle wegen der überstarken Belastung und auch aus Arbeitsfrust werden  sich sonst noch weiter erhöhen. Personalentwicklung im Vollzug darf nicht zur leeren  Hülle verkommen.  Der BSBD Brandenburg fordert seit längerer Zeit, Fehlentwicklungen in der  Personalpolitik zu korrigieren. Dazu gehört, dass die innere Vollzugsorganisation  wieder durch den gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst geführt wird, dass die  Behandlung dadurch gestärkt wird, dass der Werkdienst aufgestockt wird.  Straftäter dürfen nicht nur von einem Therapieangebot in das nächste geschoben  werden, sie müssen auch lernen, ihren Lebensunterhalt mit normaler Arbeit zu  bestreiten.  Nicht zu vergessen ist, dass auch der Vollzug verwaltet werden muss, dazu gehört eine Aufstockung des  mittleren Verwaltungsdienstes. Es ist ein personalpolitischer Skandal, wenn der Allgemeine Vollzugsdienst die Gefangenenpost  verwaltet.   
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