Geschäftstelle: Grüne Aue 19a, 14776 Brandenburg an der Havel Tel. und Fax: 03381 / 660324 Geschäftsstelle: bsbdbrb@t-online.de BSBD-Landesvorstand zum Gespräch bei Justiz-Staatssekretär Dr.  Ronald Pienkny  Am 3. Februar 2016 war der geschäftsführende Vorstand des BSBD-Landesverbandes  zu Gast beim Staatssekretär Dr. Pienkny um allgemeine wie auch konkrete Fragen zur  Fortentwicklung des brandenburgischen Justizvollzuges zu erörtern.  Im Gespräch mit Justizstaatssekretär Dr. Pienkny Dabei waren Themen wie die Erstellung eines Justizvollzugskonzeptes ebenso  Gegenstand, wie die Prüfung der Wiederbelebung der Laufbahn des gehobenen  Vollzugs- und Verwaltungsdienstes, welche vom BSBD-LV immer wieder gefordert  wurde. Wir begrüßen das beginnende Umdenken sehr und hoffen auf baldige konkrete  Schritte. Aber auch die Gewinnung von Nachwuchs für die Laufbahn des mittleren Verwaltungsdienstes  darf hierbei nicht aus den Augen verloren werden. Beide Laufbahnen sind nach Auffassung des BSBD  Brandenburg seit langer Zeit sträflich vernachlässigt worden. Für den BSBD ist klar, dass ohne einen  personell vernünftig ausgestatteten Unterbau der brandenburgische Strafvollzug nicht ordentlich verwaltet  werden kann. BSBD-Landeschef Rainer Krone: "Wir sind davon überzeugt, dass ohne diesen  Verwaltungsunterbau kein vernünftiges neues Vollzugskonzept für den brandenburgischen Vollzug  funktionieren kann!"  Übereinstimmung bestand darin, dass eine differenzierte Betrachtung der Laufbahn des Werkdienstes  ebenfalls erforderlich ist. Viele der klassischen Werkdienstaufgaben wurden einerseits bisher schon nicht  in aller Breite wahrgenommen, weil auch die Bedingungen nicht gegeben waren, und viele unserer  Werkdienstkollegen seit langem Aufgaben in der Gebäudeleittechnik oder anderen technischen Bereichen  erfüllt haben. Hier gab es Übereinstimmung mit Justiz-Staatssekretär Dr. Pienkny, dass die Struktur  überdacht werden muss. Die Aufgaben zur Erhaltung der Betriebsfähigkeit moderner Anstalten und die  "klassischen" Werkdienstfelder müssen differenziert und neu strukturiert werden.   Der Forderung des 7. Ordentlichen Gewerkschaftstages des BSBD Brandenburg nach der Prüfung der  Notwendigkeit der Gewährung des Anwärtersonderzuschlages wegen der angespannten  Bewerbersituation hat sich Dr. Pienkny nicht verschlossen.   Die Justizverwaltung versucht ja seit kurzer Zeit, neue (alte) Wege zu gehen, um Personal für den AVD zu  gewinnen. Der  SBD steht dem offen gegenüber. Es erhöht die Attraktivität dieser Laufbahn, wenn sich die  Bewerber für diese Laufbahn sicher sein können, nach der Ausbildung in die von ihnen ausgewählte  Stammdienststelle versetzt zu werden.   Im weiteren Verlauf des Gespräches wurde auch die Unzufriedenheit der Kolleginnen und Kollegen über  die regelmäßig schleppenden Abläufe der Beförderungsverfahren besprochen. Der BSBD sieht es als  kritisch, wenn die Dienstrechtsauffassung einzelner Anstaltsleitungen dazu führt, dass  Beförderungsverfahren regelmäßig lange Zeit verzögert werden, weil Verfahrensteile  verwaltungsgerichtlich geklärt werden müssen. BSBD-Chef Rainer Krone: "Es ist nicht länger  hinzunehmen, dass Beförderungsverfahren sich über Jahre hinschleppen. Es gibt auch andere Beispiele.  So verfliegt für die Kolleginnen und Kollegen das letzte Motivationshäppchen!"  Trotz des gut 21/2-stündigen Gesprächs konnten nicht alle anstehenden Problemfelder umfänglich  besprochen werden. Der BSBD-Landesvorstand wird weiter im Gespräch mit Vertretern des MdJEV  bleiben und die Fortentwicklung des Brandenburgischen Justizvollzuges kritisch begleiten.  Fotos BSBD BRB
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