Geschäftstelle: Grüne Aue 19a, 14776 Brandenburg an der Havel Tel. und Fax: 03381 / 660324 Geschäftsstelle: bsbdbrb@t-online.de Pressemitteilung, 21.01.2014  Bündnisgrüne nach Besuchsreihe für bessere Personalplanung im Justizvollzug (Nr. 35) Die justizpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion SABINE NIELS hat   angesichts der unzureichenden Personalausstattung in den Brandenburger Justizvollzugsanstalten  eine gute Resozialisierung nach dem neuen Justizvollzugsgesetz in Frage gestellt. „Was nützt das  beste Gesetz wenn es aufgrund der Personallage nicht adäquat umgesetzt werden kann“, sagte  NIELS bei einem ersten Resümee ihrer Besuchsreihe durch alle brandenburgischen  Justizvollzugsanstalten und die Jugendarrestanstalt in Königs Wusterhausen. Die Rechtspolitikerin  schloss die Besuchsreihe am Freitag in der Haftanstalt Luckau/Duben ab.   „Der Vollzugsdienst wurde über Jahre hinweg ausgedünnt, obwohl genau dieses Personal aufgrund  der Nähe zu den Insassen die größte Vertrauensbasis hat und somit für eine gelungene  Resozialisierung der wichtigste Baustein ist“, sagte NIELS. Der Altersdurchschnitt im allgemeinen  Vollzugsdienst liege derzeit bei ca. 53 Jahren. Nicht nur die Ausdünnung des Personals an sich ist  ein Problem, auch die immer weiter gestiegenen physischen und psychischen  Mehrfachbelastungen. Es sei ein „Unding“, dass die Mitarbeiter im Vollzugsdienst zwar verpflichtet  werden, sich körperlich fit zu halten, dies aber ausschließlich in der Freizeit geschehen soll. Dies  müsse wieder in der Dienstzeit geschehen. So ist es für die Grünenpolitikerin kein Wunder, dass  die Arbeitsplätze nicht sonderlich attraktiv zu sein scheinen. Die 20 ausgeschriebenen Stellen  konnten nicht voll besetzt werden, weil sich nicht genügend qualifizierte Bewerber fanden, sagte  NIELS. „Ungeachtet, ob man die Auffassung vertritt, dass die Ausstattung mit Personal ausreicht oder nicht,  wird dem Problem der Mehrfachbelastung von der rot-roten Landesregierung ungenügend  Rechnung getragen“, sagte NIELS. Derzeit arbeite die Verwaltung noch mit veralteten  Personalschlüsseln. Damit das neue Justizvollzugsgesetz mit seinen Resozialisierungsansatz  erfolgreich werden kann, muss die Personalbedarfsplanung neu berechnet werden. Die Ergebnisse  sollten transparent dem Landtag zur Verfügung gestellt. NIELS wies darauf hin, dass die Planungen  für den neuen Doppelhaushalt 2015/2016 bereits jetzt beginnen. Mit der Personalplanung für die  Justizvollzugsanstalten müsse jetzt begonnen werden, fordert die Rechtspolitikerin der  Bündnisgrünen. 
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