Geschäftstelle: Grüne Aue 19a, 14776 Brandenburg an der Havel Tel. und Fax: 03381 / 660324 Geschäftsstelle: bsbdbrb@t-online.de Protestdemo in Potsdam, 06.03.2013     „Starke Länder gibt es nicht zum Nulltarif“ - Beschäftigte fordern auf  Protestkundgebung in Potsdam fairen Tarifabschluss und bessere  Arbeitsbedingungen Rund 10.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, darunter Lehrer, Polizisten sowie Mitarbeiter  aus nahezu allen  Verwaltungen und  Behörden des Landes  Brandenburg und  Berlin, haben sich am  späten Nachmittag des  6. März auf mehreren  Kundgebungen und  einem  Demonstrationszug  durch Potsdam auf  dem Luisenplatz  versammelt. Anlass  der von Warnstreiks  begleiteten  Protestaktion, zu der  dbb und DGB-  Gewerkschaften gemeinsam aufgerufen hatten, ist die unverändert starre Haltung der in der  Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossenen Arbeitgeber. Sie hatten auch  die zweite Runde der Tarifverhandlungen am 14. Februar ohne Angebot verstreichen lassen.    Roland Kristeleit, Vorsitzender des Tarifausschusses des dbb brandenburg, forderte in seiner Rede  die Länder und deren Verhandlungsführer zum Handeln auf: „Herr Bullerjahn, unsere Forderungen  sind seit fast einem viertel Jahr bekannt. Wenn wir nun zur dritten Verhandlungsrunde  zusammenkommen, reicht uns allerdings ein Angebot nicht mehr aus. Dann wollen wir einen  Abschluss und zwar einen, der diesen Namen auch verdient.    Bodo Pfalzgraf, Berliner Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, bekräftigte auf  der Kundgebung am Lustgarten: „Wir dienen dem Menschen in diesem Land, denn Sicherheit ist  ein Grundbedürfnis und die die Antwort der Politik ist schlechter Lohn, Personalabbau und  Privatisierungswahn. Das lassen wir uns nicht bieten!“    Kathrin Wiencek, stellv. dbb-Landesvorsitzende und Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin-  Brandenburg, ging in ihrer Rede vor mehr als 6.500 Lehrerinnen und Lehrern , dass es um die  Wertschätzung der Arbeit aller Beschäftigten im öffentlich Dienst geht, die sie seit jeher Tag für  Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr unter ständig zunehmendem Leistungsdruck und  zunehmender Arbeitsverdichtung gewissenhaft leisten. Sie betonte weiterhin die Erwartung, dass  die von den Gewerkschaften geforderten Einkommensverbesserungen „ohne Tricks“ zeit- und  inhaltsgleich auf alle Beamtinnen und Beamte des Landes übertragen werden.  Karl-Heinz Leverkus, stellv. Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft, machte auf  der Abschlusskundgebung auf dem Luisenplatz noch einmal deutlich: „Unsere Forderung nach 6,5  Prozent mehr Einkommen ist absolut gerecht. Das Verhandlungsergebnis mit Bund und  Kommunen im letzten Jahr hat das gezeigt. Jetzt müssen die Länder nachziehen, damit es keine  Zwei-Klassen-Gesellschaft im öffentlichen Dienst gibt. Wir müssen dafür sorgen, dass der gesamte  öffentliche Dienst attraktiv bleibt, wenn wir in Zukunft genug Nachwuchskräfte gewinnen wollen.“ 
Besucher seit 01.04.2001